Die 10 wichtigsten Parkregeln

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Parkregeln

1. Parkregel: Auf Gehwegen darf ohne Genehmigung nicht geparkt werden

2. Parkregel: Behindertenparkplätze sind frei zu halten

Behindertenparkplätze sind Stellplätze, die speziell Menschen mit einer hochgradigen Behinderung (Querschnittslähmung, Doppeloberschenkelamputierte) vorbehalten sind, um diesen weite Wege vom Auto zum Zielort zu ersparen. Man findet Sie meist an wichtigen Anlaufstellen des täglichen Lebens (wie z.B: Supermarkt, Kino, Einkaufszentrum etc.) oder vor öffentlichen Einrichtungen. Aber auch Menschen, die unter einer schweren Behinderung leiden, müssen ihren Anspruch auf so einen Parkplatz mittels eines Schwerbehindertenausweises, der deutlich im Fahrzeug ausgelegt wird, kenntlich machen. Wer unberechtigterweise auf einem Behindertenparkplatz parkt, muss damit rechnen, gebührenpflichtig abgeschleppt zu werden.

3. Parkregel: Nur kurze Stopps im eingeschränkten Halteverbot

Im eingeschränkten Halteverbot ist zwar das Parken verboten, aber das Halten zum Ein- und Aussteigen sowie für Ladetätigkeiten ist zulässig. Das eingeschränkte Parkverbot kann zeitlich beschränkt (die Zeiten, in denen das eingeschränkte Halteverbot gilt sind auf einem Zusatzschild vermerkt) oder unbeschränkt gelten.

4. Parkregel: (Fast) Keine Ausnahme im absoluten Halteverbot

Im absoluten Halteverbot darf man auf keinen Fall freiwillig halten. Das absolute Halteverbot ist in der Regel dort ausgeschrieben, wo ein haltendes Fahrzeug den Verkehrsfluss behindern würde.

5. Parkregel: Auch ohne Beschilderung kann ein absolutes Halteverbot oder ein Parkverbot gelten

Auch ohne eine entsprechende Beschilderung ist das Parken grundsätzlich verboten

  • An engen und unübersichtlichen Straßenstellen
  • Im Bereich von scharfen Kurven
  • Auf Einfädelungs- und Ausfädelungsstreifen
  • Auf Bahnübergängen
  • Vor und in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten

Demgegenüber gilt ein allgemeines Parkverbot

  • Vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen bis zu je 5 m von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten
  • Wenn es die Benutzung gekennzeichneter Parkflächen verhindert
  • Vor Grundstücksein- und -ausfahrten, sowie bei schmalen Fahrbahnen auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite
  • Über Schachtdeckeln und anderen Verschlüssen
  • Vor Bordsteinabsenkungen

6. Parkregel: Besonderes Anrecht für Bewohner in gekennzeichneten Bereichen

Anwohner können durch einen Bewohnerparkausweis vom eingeschränkten Halteverbot oder der Parkgebühr befreit werden. Dies erfolgt vor allem in Gegenden, in denen es an privaten Stellflächen mangelt und in denen erheblicher Parkdruck herrscht, so dass Anwohner sich häufig in der Situation sehen, keinen Stellplatz in zumutbarer Entfernung zu ihrem Wohnraum finden zu können.

7. Parkregel: Immer schön rechts halten

Geparkt wird in der Regel am rechten Fahrbahnrand. Ausnahmen hiervon bilden lediglich Einbahnstraßen und Straßen, in denen am rechten Fahrbahnrand Schienen verlaufen. Hier darf auch am linken Fahrbahnrand geparkt werden.

8. Parkregel: Wer zuerst kommt, parkt zuerst

An einer Parklücke hat derjenige das Vorrecht, der sie zuerst unmittelbar erreicht hat. Dies gilt auch weiterhin, wenn er an der Parklücke vorbei fährt, um das Einparkmanöver zu beginnen.

9. Parkregel: Keinen Platz verschwenden

Grundsätzlich haben alle Verkehrsteilnehmer ihre Fahrzeuge platzsparend abzustellen. Zum einen, um keine Behinderung für den fließenden Verkehr dar zu stellen, und zum anderen, um somit möglichst viel freie Stellfläche für andere Verkehrsteilnehmer übrig zu lassen.

10. Parkregel: Wer eine Gefahr darstellt, wird abgeschleppt

Mit dem Abschleppen seines Fahrzeuges muss jeder rechnen, der mit seinem abgestellten Fahrzeug eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Rettungswege versperrt werden oder das abgestellte Fahrzeug eine Unfallgefahr in sich birgt, weil es zum Beispiel von heranfahrenden Verkehrsteilnehmern nicht oder erst zu spät gesehen werden kann. Auch unberechtigte Benutzer von Behindertenparkplätzen oder „Versperrer“ von privaten Zufahrten tragen dieses Risiko.