Die 10 Irrtümer beim Parken

Parken – jeder kennt es, jeder muss es ab und an tun. Wer dabei einen persönlichen Parkplatz in Stadt hat, kann sich glücklich schätzen. Meist nämlich ist die Suche nach einem freien Parkplatz in der Innenstadt mit großen Strapazen verbunden. Dabei ist das Parken an sich ein noch immer zum Teil emotionaler unerforschter Vorgang, der zu extremsten Gefühlsausbrüchen führen kann. Dabei ist Vieles gar nicht auf den ersten Blick so, wie es aussieht. Anbei die 10 Irrtümer beim Parken:

  1. Wer zuerst kommt malt zuerst. – Dieses mag ja im Grundsatz stimmen, doch wer von zwei gleichzeitig ankommenden Fahrzeugführern hat das Anrecht auf die freie Stellfläche? Dies ist recht klar zu beantworten: Derjenige, der in Fahrtrichtung in die Parklücke einfährt. Im Zweifelsfall gilt rechts vor links.
  2. Parkplätze dürfen freigehalten werden. - Dies stimmt nicht. Personen dürfen sich nicht auf einen freien Parkplatz stellen, um diesen für ein bestimmtes Fahrzeug freizuhalten.
  3. Mutter-Kind-Parkplätze dürfen ausschließlich von Müttern mit Kindern in Anspruch genommen werden – Stimmt nicht! Auch beeinträchtigte Personen wie z.B. Behinderte dürfen diese speziell gekennzeichneten Stellflächen nutzen.
  4. Handschriftliche Zettel ersetzen die Auslage einer Parkscheibe – Dies gilt rein rechtlich nicht, obwohl auch ein handgeschriebener Zettel mit der Ankunftszeit den gleichen Zweck wie eine Parkscheibe erfüllt. Wird der Handzettel vom Ordnungshüter akzeptiert, handelt es sich um einen Fall von Toleranz.
  5. Beaufsichtigte Parkhäuser übernehmen die Haftung. – Nein, Parkhäuser übernehmen die Haftung für Schäden nur nach eindeutigem und kenntlichem Aushang.
  6. Frauenparkplätze sind nur für Frauen – Auch dieses stimmt nicht wirklich. Rein rechtlich darf hier jeder Parken. Es handelt sich um ein Sonderangebot und Entgegenkommen der Parkhäuser, das keinen rechtlichen Anspruch darstellt.
  7. Bei der Parkscheinkontrolle gilt eine Toleranz von 30 Minuten – Nein rein rechtlich darf ab der 1. Überziehungsminute ein Strafmandat ausgestellt werden.
  8. Parkhäuser sind teurer aufgrund spezieller Versicherungen – Dies gilt nicht kategorisch. Viele Parkhäuser – z.B. vermehrt an Flughäfen – bieten ihren Kunden allerdings einen zusätzlichen Versicherungsschutz an.
  9. Ein Strafmandat muss in jedem Fall bezahlt werden - nein natürlich nicht. Wenn der Fahrzeughalter mit Fotos und / oder unter Zeugen belegen kann, dass er die Verkehrsrichtlinien befolgt hat, kann gegen ein falsch ausgestelltes Strafmandat vorgegangen werden.
  10. Der Fahrzeugführer muss für Parkvergehen aufkommen. - Nein! Anders als bei anderen straßenverkehrsrechtlichen Vergehen haftet bei Parkvergehen ausschließlich der Fahrzeughalter.